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Family Affairs


Gibt es so etwas wie ein Golf-Gen? Eine Veranlagung, die zu einem besseren Spiel verhilft? Liegt einem ein guter Schwung im Blut? Entscheidet die familiäre «Vorbelastung» über golferischen Erfolg und Misserfolg?
Fragen, die sich einem als Mitglied des GC Bad Ragaz am letzten Wochenende nahezu aufgezwungen haben. Denn der Sonntag war «Eggenberger Day», nicht nur in Bad Ragaz bei der Clubmeisterschaft, sondern auch auf Golf Sempachersee bei der Swiss Challenge. Die Geschwister Anna Kristina und Mathias Eggenberger haben am Sonntag beide grosse aufgetrumpft und übers Turnier ausserordentliche Konstanz bewiesen. Während sich Anna Kristina mit zwei 78er-Runden den Clubmeisterinnen-Titel in Bad Ragaz sicherte und den Pokal ohne familiäre Unterstützung entgegennehmen durfte – die Eltern folgten dem Sohn auf Golf Sempachersee –, verzückte ihr Bruder Mathias die Golf-Schweiz bei der Swiss Challenge mit gleich vier 68er-Runden (drei unter Par) in Serie. Platz 3 bei diesem Challenge-Tour-Event ist die beste Platzierung eines Schweizer nicht nur in diesem Jahr, sondern in der Geschichte des Turniers. Und dabei darf man nicht vergessen: Mathias Eggenberger ist nach wie vor Amateur und wird das bis zum Abschluss seines Studiums in gut einem Jahr auch bleiben. Was mir persönlich aber am meisten Eindruck gemacht hat: Während alle anderen Spieler im Feld einen Caddy oder zumindest einen Trolley dabei hatten, trug Mathias sein Bag über den Platz. Sein Gang wirkte dabei steht’s locker und unbelastet. Da fiel mir doch der leider verstorbene Golflehrer und Golfbuch-Autor Harvey Penick ein, der in seinem «kleinen roten Büchlein» geschrieben hatte, er möge es, wenn junge Spielerinnen und Spieler ihr Bag tragen, das stärk die Muskulatur.
Die Frage, ob es ein Golf-Gen gibt, lässt sich anhand der Geschwister Eggenberger wohl nicht beantworten, auch wenn Anna Kristina nach ihrem Sieg lachend und mit kleinem Augenzwinkern bestätigte, ja, der Name Eggenberger würde verpflichten … zumindest im GC Bad Ragaz …
Ob er ein Golf-Gen hat, hatte beim 18. Bad Ragaz PGA Seniors Open vor gut zwei Wochen auch Sir Bob Charles nicht verraten. Die neuseeländische Golflegende hatte lediglich eingeräumt, gute Gene zu haben – Gene, die ihn vor Verletzungen und vor allem Krankheiten bewahrt haben. Das macht das Golfspiel sicher ein wenig einfacher. Nur: Trainieren – sowohl ihre Fitness wie ihren Schwung und das Putting – müssen auch Menschen wie Sir Bob Charles und die Geschwister Eggenberger.
… und wohl auch die Herren McIlroy, Fowler und Garcia. Bei letzerem stellt sich dann aber doch wieder die Frage nach dem Golf-Gen. Denn im abgesperrten Bereich des Royal Liverpool Golf Club stand am Sonntagnachmittag auch ein Mann Namens Victor Garcia, ein Senior-Tour-Professional, der seinem Sohn Sergio die Daumen drückte, welcher zum vierten Mal bei einem Majors «nur» Zweiter wurde.

21. Juli 2014


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