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Kleines Land, starke Jungs – weiter so, Mathias!


Golfer, die ihr Bag schultern statt es auf ein mehr oder weniger klobig wirkendes und zuweilen eigenwillig agierendes Dreirad zu schnallen, sieht man heute nur noch selten. Leider. Denn was sieht auf einem Golfplatz sportlicher aus, als ein Golfer, der strammen Schrittes mit geschultertem Bag über den Fairway marschiert? Eben!
Auf den grossen Tours sind die Professionals mit Caddys unterwegs – die wohl angenehmste Art des Golfspiels. (Ich geb’s zu, ich bin Traditionalistin und verabscheue Trolleys und Buggys gleichermassen.) Auf der European Challenge Tour sind Caddys nicht vorgeschrieben, die wenigsten jungen Spieler, die sich auf dem steinigen Weg Richtung «reguläre» Tour kämpfen, verfügen über die finanziellen Mittel, um sich einen professionellen Caddy am Bag leisten zu können. Die Pros und wenigen Amateure, die gegenwärtig bei der Swiss Challenge auf Golf Sempachersee im Einsatz sind, haben deshalb die Wahl: Bag auf einen Trolley schnallen und selber ziehen, oder einen Amateur-Caddy verpflichten, der dann den Bag mit 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit ebenfalls auf einen Trolley packt und trotzdem Mühe hat, mit dem forschen Marschtempo der Playing Professionals Schritt zu halten. Hin wie her, ich bin der Meinung, Trolleys bei einem Profi-Turnier sind ein grässlicher Anblick.
Einen Lichtblick gab’s für mich in der ersten Runde der Swiss Challenge 2014 aber dennoch. Und was für einen erfreulichen: Ein einziger Spieler schulterte sein Bag selbst und marschierte scheinbar mühelos über den Platz! Grossgewachsen, blond, muskulöser Körper … Bei genauerem Hinsehen entdeckte ich das Schweizerkreuz auf seinem Bag. Ein Amateur also, ein ASG-Nationalspieler, notabene. Also noch genauer hinschauen … und wie die blauen Augen im jungen Gesicht aufblitzten, war klar: Mathias Eggenberger, der Liechtensteiner in ASG-Diensten! «Oben am jungen Rhein» besingt man nicht nur das Fürstenhaus, da wachsen auch die sportlichsten Jungs auf.
Wie ich Mathias auf dem Platz das erste Mal sah, lag er zwei unter Par und spielte auf der 7 gerade sein drittes Birdie des Tages. Puuh, und das bei 29 Grad Celsius und nicht gerade topfebenem Gelände. Ob er diese Pace durchhalten würde? Als ich Mathias dann auf der 18 reinkommen sah, lag er noch immer, respektive wieder, drei unter – und war damit bester Schweizer im Feld! Bravo! Ich hoffe, Mathias hält auch die nächsten drei Tage durch, damit am Sonntag Liechtensteiner und Schweizer gemeinsam ein Top-Ergebnis dieses starken jungen Mannes bejubeln können.
Eines ist aber bereits nach der ersten Runde der Swiss Challenge 2014 klar: Man(n) möge mich in Zukunft mit guten Ratschlägen à la «dein Score wäre drei Schläge tiefer, wenn du ein Trolley benutzen statt das Bag tragen würdest» verschonen.

18. Juli 2014


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