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Punkte für den Tiger


ER war für mich die Überraschung des Wochenendes: Tiger Woods in Val d’Isère. Die Nummer 1 der Golfweltrangliste hat den Damenskirennen in Frankreich zusätzlichen Glanz verliehen – obwohl, was gab es da noch zusätzlich zusätzlich zu glänzen, nach dem Abfahrtssieg von «Madame» Marianne Kaufmann-Abderhalden und dem Riesenslalom-Triumpf von Tina Weirather?
Wie auch immer, Tigers Anwesenheit im Zielraum eines Damen-Skiweltcup-Rennens hat die Aufmerksamkeit von Medien, die dem Skisport ansonsten nicht wirklich zugetan sind, auf dieses Event gelenkt. Irgendwie schon cool, wenn die ganze Welt hinschaut, weil da ein nicht sonderlich attraktiv eingepackter Golf-Star in Jeans, Turnschuhen und Bärtchen frierend – und beim Gedanken, da runter fahren zu müssen, wohl auch innerlich bibbernd – die Piste hochschaut und auf seine Herzallerliebste wartet. Wie diese dann trotz Ausfall wohlbehalten im Ziel angekommen ist, hat sich der Tiger umgehend aus der medialen Schusslinie entfernt und seiner Lebensabschnittsgefährtin das Rampenlicht überlassen. Und damit hat der Tiger bei mir erstmals Punkte gesammelt.
Ich bin ja nun alles andere als ein Tiger-Woods-Fan, wie man aus meinen Blog-Beiträgen sicher schon hat rauslesen können, aber am Samstag empfand ich doch so etwas wie Sympathie. Seit Lindsey Vonn und Woods ein Paar sind, lässt der Tiger immer mal wieder Sequenzen eines wirklich guten Partners erkennen. Der Mann, der auf dem Golfplatz wie eine Maschine wirkt, kümmert und sorgt sich um seine Frau. Für die Öffentlichkeit erstmals erkennbar, als er sie nach ihrem schweren Sturz bei der WM in Schladming mit seinem Privatjet in Österreich hat abholen und nach Hause in die USA fliegen lassen. Sympathisch auch, dass er ihr jetzt vom Pistenrand aus bei der Arbeit zuschaut; so, wie sie das im Sommer als Zuschauerin bei Golfturnieren umgekehrt schon mehrfach getan hat. Aus der Ferne betrachtet finde ich, Lindsey tut Tiger gut – vielleicht verhilft die toughe Skirennfahrerin dem manchmal etwas abgehoben wirkenden Übergolfer zu mehr Bodenhaftung. Privates Glück, vor allem eine Liebe ohne übermässige Turbulenzen, würde ich den beiden gönnen. Nicht nur zu Weihnachten.

23. Dezember 2013


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