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Haariges und Haarsträubendes aus Crans-sur-Sierre


Die haarsträubendsten Geschichten rund um ein grosses Golfturnier ereignen sich in der Regel in den ein oder zwei Tagen direkt vor Turnierstart. An den Tagen also, die für die Sponsoren besonders wichtig sind, weil da die ProAms auf dem Programm stehen, zu denen sie ihre wichtigsten Kunden/besten Geschäftspartner/hochdekorierten Freunde einladen. Die Tage also, an denen jeder Turnierdirektor um gutes oder zumindest trockenes Wetter betet. Sind die ProAm-Gäste glücklich, sind es auch die Sponsoren – und damit ist der erste Schritt zum Fortbestand des Turniers bereits getan.
Beim Omega European Masters zittert man (derzeit) sicher nicht um den Fortbestand des Turniers. Es steht auf sicheren Beinen und zählt zu den ältesten und renommiertesten Events der European Tour. Seit heute ist es – bzw. das Credit Suisse Gold ProAm 2013 – wohl auch das Turnier mit dem hochkarätigsten Golfamateur im Starterfeld: Michael Phelps sei Dank. Nur, der amerikanische Super-Schwimmer hat sich leider etwas zickig benommen, was im gänzlich unkapriziösen europäischen Golf-Umfeld deutlich zu Tage getreten. Dass der Mann mit 18 olympischen Goldmedaillen im Trophäenschrank trotz Handicap 15 über einen Golf-Ausrüster-Vertrag verfügt und deshalb partout keinen fremden Schläger in die Hand nehmen will, kann man ja verstehen. Dass der Amerikaner aber vor dem Start zur Runde wie ein Lama aufs Putting-Green spuckte, zeugt nicht nur von Ignoranz sondern von fehlenden Manieren. Mister Phelps, wie fänden Sie es, wenn Tiger Woods in Ihr Trainingsbecken spuckte? Eben!
Solch haarsträubendes Benehmen ist auf der European Tour Gott sei Dank nicht anzutreffen. Haariges gibt’s hier bestenfalls in Form wallender Mähnen. Der bekannteste Haarzopf auf der Tour gehört dem Spanier Miguel Angel Jiménez, der dieses Jahr zum 25. Mal in Folge in Crans antritt. Charmant und charismatisch wie eh und je schwärmte er heute in der Medienkonferenz vom Turnier, dem Ort und seinen Gastgebern im Hotel «Le Miedzor»: «Im ersten Jahr haben sie mir beim Auschecken gesagt, ich solle mich im folgenden Frühling melden, falls ich im September wieder komme. Seit 1991 haben wir eine Abmachung: Ich rufe an, sollte ich einmal nicht kommen, ansonsten ist das Zimmer während des Turniers für mich reserviert.» Treu ist Jiménez also nicht nur seiner Frisur.
Und in diesem Jahr erhält Jiménez’ Zopf auch keine Konkurrenz durch einen Schweizer Pro: Fredrik Svanberg, in den letzten Jahren mit langen blonden Locken unterwegs, hat vor der Fahrt ins Wallis zur Schere gegriffen: Die Haarpracht ist ab, der grossgewachsene Bündner trägt nun einen adretten Kurzhaarschnitt unter seiner kecken Mütze. Beim derzeit warmen Spätsommerwetter keine schlechte Variante.

4. September 2013

 


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