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Von Matteo versetzt


Heute ist er, der Tag, an dem ich die weiblichen Golffans ins Schwärmen versetzen wollte. Ins Mitschwärmen, um genau zu sein. Denn in meiner Agenda stand für heute morgen ein wirklich aufregendes Rendez-Vous. Naja, um ehrlich zu sein: Es handelte sich einen Telefontermin. Nur halbes Vergnügen also, weil man dabei sein Gegenüber nicht sieht. Aber trotzdem, allein schon die Vorstellung, seine Stimme in meinem Ohr, die Stimme vom angeblich charmantesten, bodenständigsten und jüngsten Golf-Shooting-Star der Gegenwart – die Stimme von Matteo Manassero!
Weil ich nicht aus persönlicher Gaudi und zwecks Anbahnung einer neuen Freundschaft – Sonnyboy Matteo könnte locker mein Sohn sein – mit ihm telefonisch hätte plaudern wollen, wollte ich meine Leserinnen und Leser an diesem Telefon-Vergnügen teilhaben lassen. Sollen doch alle was davon haben, dass mir mein Temporär-Arbeitgeber am Freitag die Manassero-Story fürs nächste Golfheft übertragen hat. (Ich hab ihn dann übers Wochenende auch brav gegoogelt, um ja keine falschen Fragen zu stellen.) Aber eben, es hat nicht sollen sein. Matteo hat mich versetzt! Grundlos, erklärungslos – vielleicht aus einer Laune heraus? Oder weil er, wie ich, ein Morgenmuffel ist und um 9 Uhr früh noch keine Interviews geben mag? Für letzteres hätte ich sogar Verständnis, aber man(n) hätte es mir doch einfach mitteilen können, dass man lieber erst um 9 Uhr abends mit mir am Telefon über schnelle Autos, lauwarme Schoggikuchen und die eigene Golfkarriere plaudert. So aber, mein lieber Matteo, bleibt mir nur die Feststellung: Weil einer auf seiner Mütze den Schriftzug «kinder» durch einen roten Bullen ersetzt, wird er nicht erwachsen …
Wir sehen uns dann dieser Tage, Matteo. Ich warte auf Loch 18, gleich neben der Schwimmbad-Mauer – vielleicht zauberst Du da – zur Entschuldigung – ja einen ähnlichen Zauberschlag aufs Grün, wie seinerzeit Dein grosses Vorbild Severiano Ballesteros. Der hatte mich übrigens nicht versetzt, als wir kurz vor seinem viel zu frühen Tod zu einem Gespräch verabredet gewesen sind.

2. September 2013


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