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Schweizer Frauen-Power: Gratulation an Fabienne, Caroline und Anaïs!


Uff, war das ein nervenaufreibender Sonntag(nach)mittag vor dem Bildschirm. Anaïs Maggetti ist als Führende in die Schlussrunde des LET-Events ins Prag gestartet. Und hat dort mit zwei Birdies auf den ersten beiden Löchern eröffnet. Was danach passiert ist? Da kann man aus der Ferne nur mutmassen – zwei Bogeys auf den Löchern drei und vier, ein Doppel-Par (!) auf der acht, und der Traum vom ersten LET-Sieg einer Schweizerin war leider ausgeträumt.

Vorübergehend. Denn verschoben ist nicht aufgehoben, und Anaïs Maggetti hat mit den ersten 38 Löchern dieses Turniers gezeigt, dass sie zur absoluten Spitze gehört und auf der LET ganz vorne mitspielen kann. Vielleicht braucht’s einfach noch ein bisschen mehr Erfahrung. Nicht nur für Anaïs selbst, sondern für den ganzen Schweizer Golfsport. Die Deutschen, die Schwedinnen, die Italienerinnen, Französinnen etc., sie alle wissen, wie es ist, wenn eine der Ihren ein Turnier auf höchster Stufe gewinnt. Die Schweizerinnen aber müssen diese Erfahrung erst machen. Und sie werden sie machen, da bin ich überzeugt. So nah an einem LET-Sieg wie an diesem Wochenende war eine Schweizerin noch nie. Und sooo lange wird es nicht mehr dauern, bis die Zeit reif ist und eine Swiss-PGA-Spielerin mit Pokal von der LET-Website lacht.

Im professionellen Schweizer Damengolf steht nämlich auch der Nachwuchs in den Startlöchern, und der hat an diesem Wochenende ebenfalls wertvoelle Erfahrungen und Preisgelder sammelt. Wertvolle Erfahrungen für einmal nicht allein durch die Tatsache, den Cut geschafft zu haben, sondern Erfahrungen in der Art, wie es ist als Favoritin in die Schlussrunde zu starten. Im Schatten von Anaïs Maggettis fabulöser 36-Loch-Führung in Prag haben sich beim Turnier der LET Access Series in Finnland mit Fabienne In-Albon und Caroline Rominger zwei Schweizerinnen auf der zweitobersten Stufe des europäischen Damengolfsports ins Szene gesetzt. Die beiden Swiss-PGA-Spielerinnen belegten vor der Schlussrunde schlaggleich den dritten Platz. Und behielten die Nerven. Caroline Rominger fiel zwar noch auf Rang 8 zurück, doch Fabienne In-Albon schaffte am Sonntagmittag den «move» und lag nach 54 Löchern zusammen mit der Dänin Nicole Broch-Larsen und der Spanierin Patricia Sanz Barrio an der Spitze des Klassements. Hochspannung pur! Leider behielt die Dänin mit einem Par am ersten Play-Off-Loch, Spielbahn 18, das bessere Ende für sich. Für die attraktive Innerschweizerin blieb «nur» Rang zwei, ein relativ ordentlicher Preisgeldscheck und eine unbezahlbare Erfahrung. Auch Fabienne In-Albon ist reif für die LET – und ich bin überzeugt, nächstes Jahr wird sie auf der «grossen» Tour spielen.

Die Zukunft des Schweizer Golf ist weiblich – die Gegenwart ist es schon. Jetzt fehlt eigentlich nur noch die Rückkehr der LET auf Schweizer Boden … zu einem Zeitpunkt, wo ein Schweizer Heimsieg kein «Überraschungs-Coup» sondern vielmehr eine logische Folge konstanter Arbeiter und gut genutzter Erfahrungen wäre.

11. August 2013


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