pink-tee-blog
Menu
kolumne kolumne
ladies locker ladies locker
gentlemens locker gentlemens locker
19th tee 19th tee
die autorin die autorin
werbung / tarife werbung / tarife
impressum impressum
kontakt kontakt

Die Rose blüht auf


Endlich: Justin Rose gewinnt ein Major. Und keiner – vielleicht mit Ausnahme des bei der US Open schon zum sechsten Mal zweitplatzierten Phil Mickelson –, der es dem Engländer nicht von Herzen gönnen würde. 15 Jahre ist es her, dass Justin Rose, damals als 17-jähriger Amateur, die Blicke der Golfwelt erstmals auf sich gezogen hat. Mit solidem Spiel und eiserner Nervenstärke hatte er sich bei der British Open 1998 in die Weltspitze gespielt und das älteste Turnier der Welt als Vierter beendet. Der Lohn: Eine Erinnerungsmedaille für den besten Amateur im Feld. Die gleich rangierten Professionals kassierten Checks über 107'000 Euro.
Nach diese Exploit wurde dem jungen Engländer eine grosse Karriere prophezeit. Rose wollte seine Chance packen, wechselte direkt nach der British Open zu den Professionals – und verpasste 21 Cuts in Folge. Doch der Kämpfer gab nicht auf. Nahm den Umweg über Tour-School und Challenge Tour auf sich, arbeitete an seinem Spiel und verlor sein Ziel nie aus dem Auge. 2002 platzte der Knoten endlich, bei der Dunhill Championship holte sich Justin Rose seinen ersten Sieg auf der European Tour – und einen Siegercheck der mit 128'000 Euro nur wenig höher war, als der vergangene Verdienst in Royal Birkdale 1998. Nun war die Karriere lanciert, Justin Rose reifte nicht nur zum Ryder-Cup-Spieler, sondern mit seinem Kämpferherzen 2008 auch zu einem europäischen Ryder-Cup-Helden. Und nun, im Juni 2013, feiert er endlich den langersehnten Sieg bei der US Open.
Abheben wird der sympathische Engländer deshalb sicher nicht. Bei der Siegerehrung in Ardmore blickte er zum Himmel und widmete den Sieg seinem 2002 verstorbenen Vater. Er ist zum Superstar gereift und doch der «Junge von nebenan» geblieben. Der Justin Rose, der 2000 nach seiner frustrierenden Auftaktrunde von 79 Schlägen beim European Masters in Crans abends am Tisch neben uns Salat und Pizza gegessen hat – und Tags darauf mit einer 67 sein Talent hat aufblitzen lassen.
Justin, wir drücken die Daumen und freuen uns auf weitere grosse Siege. Es ist ja bald wieder British-Open-Zeit …

18. Juni 2013

 


Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail
*