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Swiss Seniors Open: Mitten drin im Ryder-Cup-Team


Des Golfers Olymp ist der Ryder-Cup. Für Durchschnittshacker wie mich heisst der Ryder-Cup-Traum: einmal live dabei sein! Um den Wunsch nach einer Teilnahme «outside the ropes» zu nähren, bietet sich ein kurzer Tratsch mit ehemaligen Ryder-Cup-Spielern – und Ryder-Cup-Helden – beim Swiss Seniors Open an. Diese sind in Bad Ragaz nämlich zahlreich vertreten und nach dem Spiel stets für ein Gespräch zu haben. Wer Ryder-Cup-Geschichten hören will, muss die Herren allerdings gezielt darauf ansprechen. Bescheidenheit ist eine Zier, mit der sich die europäischen Ryder-Cupper schmücken. Wenn sie aber aufgefordert werden zu erzählen, leuchten die Augen der erfahrenen Tour-Professionals, und plötzlich realisiert der Zuhörer, dass Golfgeschichte im wahrsten Sinne des Wortes zum Greifen nah ist. So passiert gestern während des ProAms, als wir «unseren» Pro Philip Walton auf seine Ryder-Cup-Erfahrung ansprachen. 1995 hat der Ire in Oak Hill im Einzel gegen Jay Haas den Putt zum Sieg der Europäer gelocht. «No pressure» haben wir gewitzelt und bei über 30°C Gänsehaut bekommen beim Gedanken, wie sich ein solcher Siegesputt anfühlen muss. Einfach fantastisch! Was Walton von dieser legendären Ryder-Cup-Runde sonst noch erzählt hat, wird hier nicht verraten – «what happend on the golf course, stays on the golf course»… Aber ein Haas-Fan werde ich in diesem Leben wohl doch nicht mehr werden…
Dafür ein echter Philip-Walton-Fan. Golfspielen in seinem Flight (mit zwei englischen Amateuren) war herrlich entspannt, easy-going … einfach so, wie man sich einen gelungenen Golftag vorstellt. Ausserdem war es einer jener Tage, die man nicht erzwingen kann, die einen aber noch monatelang daran erinnern, wie grossartig Golf doch sein kann, wenn man (oder frau) den Ball denn einmal trifft. Man soll sich zwar nicht selbst loben, aber an der Seite von Philip Walton habe ich den Ball getroffen – das Team fleissig unterstützt und bei den Sonderwertungen zugeschlagen. Danke an die Sponsoren, und ein riesengrosses Dankeschön an Philip Walton und Costantino Rocca für die herzlichen Glückwünsche – einmal mit Ryder-Cup-Helden zu feiern ist mehr, als man sich als Amateurin erträumen darf.
Von der Erinnerung an diesen (für mich persönlich) überaus gelungenen Start ins Swiss Seniors Open 2015 werde ich den Rest meines Golferlebens zehren. Denn eines ist gewiss: Golf wird mich rasch wieder auf den Boden der Realität zurückbringen. Ich hatte meine 15 Minuten Ruhm, die laut Marshall McLuhan und Andy Warhol jedem Menschen zustehen. Jetzt lasse ich mich die nächsten Tage beim Swiss Seniors Open vom Golfspiel echter Golfhelden verzaubern. Meine nächste Hackerrunde kommt noch früh genug.

2. Juli 2015


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