*
pink-tee-blog
Menu
kolumne kolumne
ladies locker ladies locker
gentlemens locker gentlemens locker
19th tee 19th tee
die autorin die autorin
werbung / tarife werbung / tarife
impressum impressum
kontakt kontakt

Nichts ist so ansteckend wie Masters-Fieber


Ich mache kein Geheimnis draus, mein Lieblings-Major ist und bleibt The Open. Das älteste Turnier der Welt, so traditionell und so herrlich britisch. So stelle ich mir Golf vor. Aber dann, jedes Jahr in der ersten vollen April-Woche, blicke ich dennoch fasziniert nach Übersee – das Masters Tournament in Augusta zieht mich unweigerlich in seinen Bann. Weil es so anders ist als die anderen drei Majors, und weil dieses Turnier es geschafft hat Traditionen aufzubauen, wie man sie bei keinem anderen Turnier kennt. Das Masters macht Golf zu einer «family affair» – zumindest am Mittwoch, wenn der Par 3 Contest ansteht. Dieser ist beste Werbung für den Golfsport. Wenn die Stars der Szene mit ihren Kindern am Bag über den Platz marschieren und die Dreikäsehochs sich von den Vätern den Ball aufteen lassen um ihre Mini-Driver zu schwingen, entstehen Bilder, die punkto «jöööö-Effekt» kaum zu toppen sind. Ich jedenfalls habe gestern mein Faible für Familie Watson entdeckt. Mein neuer kleiner Golfheld heisst Caleb! Der dreijährige Sohn von Bubba Watson schwingt seinen pinken Driver so selbstverständlich-locker, dass ich einfach nur dahinschmelzen kann. Unglaublich süss auch die Bilder von Tiger Woods mit seinen Kids und Lindsey Vonn, die sich rührend um die Kleinen kümmert. «Unvergessliche Momente, immerwährende Erinnerungen» habe ihm dieser Tag mit Sam und Charlie beschert, twitterte der Tiger später. Was kann es Wertvolleres geben?
Eine wirklich grossartige Sache, dieser Par 3 Contest am Tag vor der ersten Turnierrunde. Medienwirksamer und mehr Menschen glücklich machend als die traditionellen ProAms. Okay, die braucht es auch, denn Sponsoren wollen ganz bestimmte, ihnen wichtige Menschen glücklich machen. Und ohne Sponsoren kein professioneller Golfsport, eh klar. Aber das Gänsehaut-Feeling, das am Masters-Mittwoch sämtliche Generationen erfasst und auch von Spielern unterschiedlichster Altersklassen ausgelöst wird, ist einmalig. Unvergessen bleiben wird nämlich auch das Hole-in-One von Jack Nicklaus am vierten Loch des Par 3 Contests 2015: Sensationell, wie der 75-jährige «Golden Bear» mit seinem Eisen 8 aus 123 Yards Entfernung einlochte. Ein Moment für die Ewigkeit – auch wenn es bereits das 21. Ass in der Karriere dieser Golflegende war, in Augusta National war es Nicklaus’ erstes. The Masters versprüht auch 2015 wieder seinen Zauber – noch bis Sonntag!

9. April 2015


Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail