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Good luck, Bernd!


Heute ist ein historischer Tag für den österreichischen Golfsport: Bernd Wiesberger läutet eine neue Ära ein, indem er erstmals bei einem «normalen» Event der PGA Tour (also keinem Major) antritt. «Good luck», wünsch ich dem sympathischen Burgenländer für dieses Unterfangen – und natürlich eine Top-Platzierung beim Northern Trust Open im Riviera Country Club bei Los Angeles. Der erste Schritt zu einer Karriere auf der US-Tour?
Auf alle Fälle eine wichtige Erfahrung für den 29-Jährigen. Denn Wiesberger ist auf dem besten Weg sich fürs US Masters 2015 zu qualifizieren – was nach eigenen Aussagen der Erfüllung eines kleinen Traums gleich kommen wird. Und wenn er in den USA so spielt wie zu Jahresbeginn in den Emiraten, dann dürften bis April auch sämtliche amerikanischen Golf-Kommentatoren sehr genau wissen, wer dieser blonde, grossgewachsene Europäer aus Austria – jawohl, Austria, nicht Australia – ist. Das war ja bei «Wiesls» letztem Major-Auftritt im August 2014 an der US PGA Championship noch anders gewesen, da wurde tatsächlich getwittert, unter den fünf Führenden befinde sich «einer namens Wiesberger».
So sehr ich dem Oberwarter den Erfolg auf der US-Tour gönnen würde – nein, werde! –, vermissen tät ich ihn schon, wenn er plötzlich gar nicht mehr in Europa spielte. Ist halt schon cool, wenn in Crans einer seine Interviews in Kaiserjäger-Hochdeutsch gibt. Und an den Anblick der rot-weiss-roten Flagge neben dem Namen des auf Rang fünf der aktuellen Order of Merit der European Tour Gelisteten könnte ich mich auch ganz gut gewöhnen…
Richtig erkannt, mit Bernd Wiesbergers Karriere geht es steil bergan. Vor zehn Tagen ist er als 36. erstmals in die Top-50 der Weltrangliste vorgedrungen, was ihm die Einladung zum Turnier in Los Angeles einbrachte. Eine Klassierung in den Top-50 öffnet zudem die Türen zu allen vier Majors. Der Burgenländer ist also schon sehr nah am Ziel, kann vielleicht demnächst wirklich nach den Sternen greifen und in einer Weltsportart auch eine Weltkarriere hinlegen.
Möglich, dass es Wiesberger dann ähnlich ergeht wie Lindsey Vonn – im Ausland ein Super-Star, in der Heimat aber nur von einer relativ kleinen Fangemeinde wahrgenommen. Trotzdem, die Hoffnung lebt, dass es einer der besten Golfer der Welt dann doch einmal schafft, in seiner österreichischen Heimat als «Sportler des Jahres» ausgezeichnet zu werden.
Was ich ins sonnige Skiwochenende mitnehme? Die Chancen für einen Golf-Boom in Österreich sind intakt – Wiesberger und der Ryder-Cup-Kandidatur des ÖGV für 2022 sei Dank. Daumendrücken! Und nächtens Pay-TV einstellen.

19. Februar 2015


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