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#JeSuisBarbara


Just an dem Tag, als der IS-Terror Paris erschütterte, traf aus den USA eine höchst erfreuliche Nachricht ein: Barbara Nicklaus wird mit dem Bob Jones Award ausgezeichnet. Diese Auszeichnung ist die höchste Ehre, welche die United States Golf Association (USGA) an Menschen verleiht, die für den Geist und Charakter des Golfsports einstehen und Respekt vor dem great old game zeigen.
Barbara Nicklaus hat im golferischen Umfeld weit mehr bewegt, als «nur» ihrem Gatten Jack den Rücken frei zu halten, die gemeinsamen Kinder zu erziehen und seit 55 Jahren sein Fels in der Brandung zu sein. (Man vergesse nie: Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine kluge und starke Frau!) Barbara Nicklaus lieh so manchem Spieler und mancher Spielerfrau ein offenes Ohr, stand mit Rat und Tat zur Seite und engagiert sich bis heute für die Jugend – sowohl mit Golfprogrammen für den Nachwuchs, wie auch als Vorsitzende der Nicklaus Children’s Health Care Foundation.
«Wow! Was für eine wirklich demütigende Ehre!», soll Barbara Nicklaus gesagt haben, als die USGA sie über die Auszeichnung informierte. Die USGA sei Teil ihres Lebens gewesen seit Jack und sie Teenager waren. Die beiden hätten die Aktionen der USGA und deren Auswirkungen auf das Golfspiel stets respektiert und geschätzt. Von dieser Organisation mit dem Bob Jones Award ausgezeichnet zu werden, sei für sie die wert- und sinnvollste Ehrung, die sie je habe empfangen dürfen, so Barbara Nicklaus.
Die Gattin des «Golden Bear» tat und tut viel Gutes – in unmittelbarer Golfplatznähe ebenso wie fernab. Das allein reicht aber nicht aus, um mit dem Bob Jones Award ausgezeichnet zu werden. Was die «First Lady of Golf» zu einer würdigen Preisträgerin macht, ist ihr glasklarer Blick auf die Realität und die Fähigkeit dankbar zu sein für das, was im eigenen Leben gut gelaufen ist: «Golf hat uns nicht nur ein unglaubliches Leben gegeben, es steht uns auch als Instrument zur Verfügung, um im Leben von Jungen und Mädchen und deren Familien eine Verbesserung zu ermöglichen. Ich glaube nicht, dass unser Lebenswerk mit dem vergleichbar ist, oder das zurückzahlen kann, was Golf uns gegeben hat.»
Barbara Nicklaus’ Bescheidenheit und ihr unermüdlicher Einsatz sind vorbildlich. Und in Zeiten des Terrors ein Hoffnungsschimmer für all jene, die Nächstenliebe und friedliche Konfliktbewältigung über Gewalt und Provokation stellen. Natürlich, es braucht Menschen wie die «Charlie Hebdo»-Redaktoren, Menschen, die bereit sind für ihre Überzeugungen und die Freiheit einzustehen – allen Konsequenzen zu Trotz. Doch wenn jetzt Abertausende #JeSuisCharlie posten, zu Märtyrern taugen die wenigsten von uns. Zu Nächstenliebe und Einsatz für die Schwachen aber sollten wir alle fähig sein. Ein bisschen mehr gelebtes #JeSuisBarbara statt blosser Charlie-Lippenbekenntnisse würde der Menscheit gut anstehen – und keinen provozieren.

16. Januar 2015


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