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«Unglückliches» As und missglückte Kommentare


Einen spannenden Finaltag mit grossartigem Golf, herausragenden Schlägen und atemberaubenden Momenten habe ich mir heute vormittag gewünscht. All diese Wünsche sind heute nachmittag in Erfüllung gegangen. Die Spieler in den letzten beiden Flights lieferten sich einen spannenden Kampf um den Titel und liessen die Zuschauer auf der 18. Spielbahn mehrmals den Atem anhalten, wenn die Bälle in hohem Bogen auf die kurzgesteckte Fahne zuflogen. Wie es sich für einen Finaltag gehört, spielten sich auf der letzten Bahn aber auch kleinere Dramen ab. Ryder-Cup-Rookie Victor Dubuisson verzog seinen Drive derart nach links ins Publikum, dass er das Grün von der Anhöhe herunter und aus dem Rough anspielen musste – der Ball landete zwar wunschgemäss vor der Fahne, rollte dann aber aufgrund des fehlenden Backspins übers Grün hinaus und ins Wasser, das dritte Doppelbogey des Tages war die Folge. Ob Dubuisson das auch so sportliche genommen hat wie tags zuvor die Tatsache, dass Graeme Storm mit seinem Hole-in-One auf der 11 den BMW i8 abräumte, für welchen er, Dubuisson, auf der Warteliste stehe, ist nicht bekannt.
Ärgerlicher, wenn man das so nennen darf, war Storms As allerdings für einen anderen Franzosen. Romain Wattel gelang an Loch 11 ebenfalls ein Hole-in-One – allerdings erst am Schlusstag und da war die As-Prämie bereits weg … Statt der 170’000-Franken-Karosse dürfte es für Wattel immerhin einen gratis Mietwagen für ein Jahr geben.
Aber zurück auf die 18 – wer sich da am Finalnachmittag unter die Zuschauer mischte und neben den Augen auch die Ohren aufsperrte, kriegte so manchen «amüsanten» Kommentar zu hören. Beispielsweise aus dem Mund jener Dame, die sich genau auf Drive-Länge der Pros am Fairwayrand platziert hatte und bei jedem Flight aufs Neue in die Runde fragte, ob die Spieler denn nun wirklich mit dem ersten Schlag hier liegen würden... Aufschlussreich auch die Äusserungen des Herrn, der nach jedem Putt erklärte, «der nächste ist noch nicht drin» – egal, ob der Ball nun einen Meter vor dem Loch oder 30 Zentimeter daneben liegen geblieben ist. Und wenn ich mir das genau überlege, der Mann hatte Recht: Die Spieler mussten den nächsten Putt noch machen – und zählen. Verschoben hat ihn allerdings keiner. Zurück im Medienzelt habe ich nun wieder den Kollegen der Tourproduction im Ohr, der in rasantem Tempo seine englischsprachigen Kommentare ins Mikrofon «hämmert» – auch interessant, aber deutlich weniger erfrischend als das, was draussen in freier Wildbahn zu hören gewesen ist.

7. September 2014


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