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Faszination European Masters


Das European-Tour-Event in Crans-Montana feiert heuer sein 80-Jahr-Jubiläum. Bei der Premiere 1923 hatte das Turnier noch Swiss Open geheissen und war ebenfalls auf einem Platz hoch oben in den Bergen gespielt worden – auf dem Engadine Golf in Samedan. Bis 1938 fand das Turnier wechselweise in Luzern, Lausanne, Samedan und Zürich-Zumikon statt, der Golf-Club Crans-sur-Sierre trat erstmals 1939 als Veranstalter auf. Infolge des zweiten Weltkriegs pausierte das Swiss Open von 1940 bis 1947, seit der Wiederaufnahme 1948 ist Crans alleiniger Austragungsort des Swiss Open, das seit 1983 zusätzlich den Namen European Masters führt.
Eine bewegte Geschichte – eine Geschichte, die einem absolut modernen Turnier einen historischen Touch verleiht und für Traditionen steht. Denn während des Open ist Crans auch im Dritten Jahrtausend für jeden Golfinteressierten der «place to be». Viele kommen, weil sie ihr Business-Netzwerk pflegen und/oder ProAm spielen wollen. Doch sie sind nicht die Mehrheit. Die Mehrheit der Menschen, die sich auch am heutigen verregneten Freitag auf dem Platz befindet, kommt des Golfspiels wegen, kommt um richtig guten Golfsport zu sehen. Und weil das Turnier auf dem Walliser Hochplateau einen Charme ausstrahlt, der auf der Tour einzigartig ist. In Crans wird diese Woche Golf gelebt.
Was das Turnier im Kalender der Tour so einzigartig macht? Zum Beispiel, dass sich die Spieler völlig ungestört zwischen Zuschauern, Helfern und Caddys bewegen können. Und ihren Heimweg vom Golfplatz zum Hotel zu Fuss absolvieren. Gestern abend beispielsweise, kurz vor 23 Uhr, bin ich auf dem Heimweg Mitten in eine Party reinmarschiert: Da feierten die Caddys – wie jedes Jahr – in einem Pub. Unter freiem Himmel, mit Musik und viel Lachen. Mitten unter ihnen einer der ganz Grossen des Europäischen Golfsports: Darren Clarke, sichtlich erschlankt, braungebrannt und mit topmodischem Sieben-Tage-Bart. Er wirkte trotz einer 4-über-Par-Runde total entspannt und gut gelaunt – ein Star zum Anfassen. Allein, ich hab’ mich nicht getraut... Naja, und eigentlich stand ich auch mehr auf den Teddybär-Typen, der eine Cigare mit Whisky dem Fitness-Center vorgezogen hat. Aber es ist neidlos anzuerkennen: Clarkes Wandlung ist zutiefst beeindruckend. Erst recht, wenn er trotz seiner Bekehrung zum Fitness-Guru an alten Crans-Traditionen festhält und den Kontakt zu Fans und Caddys pflegt.
Kontaktpflege, das ist auch für Golf-Aficionados eine der besten Nebenerscheinungen beim Omega European Masters: Auf Schritt und Tritt trifft man alte Bekannte – und wenn man Glück hat, ist auch mal einer darunter, mit dem zusammen man einem Flight folgen und und Golfsport einfach geniessen kann. Ganz so, wie in der guten alten Zeit. Auch wenn man auf dem Platz via OEM-App stets über den aktuellen Spielstand informiert bleibt.

5. September 2014


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